Ski fahren, Schneeballschlacht und Schwimmen in New Mexico!

Gebrochene Knöchel, im Bikini in den Schnee und in der Mitte von nirgendwo komplett ohne Benzin sein sind. Das ist eine schnelle Zusammenfassung unseres 5 Tage langen Ski Urlaub in Red River, New Mexico.

Ich fange nun aber erst einmal am Anfang an. Wenn ihr meine älteren Beiträge gelesen habt wisst ihr ja, dass ich während den Mardi Gras Ferien im Ski Uhrlaub war. Wir sind sehr früh am Morgen losgefahren. PapaD (Gastopa), Brady (Gastvater), Laurie (Gastmutter), Camille (Gastschwester, 8) und Henry (Gastbruder, 6) kamen mit. Jack, der sich sein Schlüsselbein gebrochen hatte, und CC, die zu klein war, sind mit der Oma zu Hause geblieben. Die Fahrt dauerte fast 16 Stunden, doch mit einem Fernseher im Auto und jeder menge Schlaf lässt es sich aushalten.

Während Brady und Laurie beide schliefen fuhr PapaD. Er hatte erst keine Probleme, denn es war sein Auto und er war schon öfter nach New Mexico gefahren. Als ich dann jedoch aufwachte standen wir irgendwo in der Mitte von Nirgendwo an der Seite der Straße. Keine Häuser weit und breit. Brady wusste überhaupt nicht was er sagen sollte, während Laurie sich vor lachen gar nicht mehr einkriegen konnte. In diesem super modernen Auto, dass sich so gut wie selbst fährt, war der Tank komplett leer. Als PapaD dann aus dem Auto sprang und fragte ob er laufen oder lieber wie ein Anhalter den Daumen ausstrecken sollte konnten wir uns alle vor lachen nicht mehr einkriegen, doch PapaD meine es ernst. Es war anscheinend auch nicht sein erstes mal ohne Benzin.

Nach ungefähr 30-40 Minuten waren wir dann wieder unterwegs. Ein Polizist hat meinen Gastopa zur nächsten Tankstelle gebracht und er kam mit einem Kanister voller Benzin wieder. So etwas habe ich noch nie erlebt.

Als wir dann endlich in New Mexico, allerdings noch nicht in Red River waren haben wir die Nacht in einem der schlimmsten(für die Umgebung dort war es eins der besten) Hotels verbracht. Das Waschbecken hatte ein Loch und das Wasser lief unten raus, wir haben benutzte Socken in der Schublade gefunden und im Restaurant haben die Gläser nach Seife geschmeckt. Laurie fand es noch ein bisschen schlimmer als ich und hat die ganze Nacht gesagt wie geekelt sie ist. Wir waren alle nur froh, dass es nur eine Nacht war.

Am nächsten Morgen mussten wir nur noch eine Stunde fahren. Wir waren nun schon in den Bergen und wir konnten Schnee sehen. Camille und Henry hatten vorher noch nie echten Schnee gesehen oder angefasst. Das fand ich ziemlich lustig, da es ja so ziemlich jedes Jahr in Deutschland schneit. Wir hatten bereits unsere Ski Klamotten an, da wir heute schon los wollten. Camille, Henry und ich waren in der Skischule angemeldet und Laurie, Brady und PapaD können wahnsinnig gut Ski fahren,wie ich später herausfand.

Ich war noch nie Ski gefahren, deshalb hatte ich eine Menge zu lernen. Mein Privatlehrer war allerdings super cool. Sein Name war Paul und er hat mir alles beigebracht in sehr kurzer Zeit. Ich habe dann meinen ersten Tag auf der Beginner Rampe verbracht. Gegen Ende des Tages hat Bradymir dann jedoch vorgeschlagen mit ihm und Laurie auf den Berg zu kommen. Eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens, denn ich war definitiv noch nicht bereit. Ich beschreibe es mal so: Ich habe 100 Mal meinen Ski verloren, gebettelt um einfach runter zu laufen und habe heulend im Schnee gesessen ohne meine Ski, weil ich sie nicht auf dem steilen Berg anziehen konnte. Nach einer Stunde und einer Menge Hilfe von Laurie habe ich es dann allerdings doch nach unten geschafft.

Am selben Tag hat PapaD sich seinen Knöchel gebrochen. Wir haben das erst herausgefunden als wir wieder zu Hause waren, aber er ist nach dem ersten Tag in unserem Ferien Haus geblieben und konnte kaum auftreten. Das tat mir sehr leid.

Am nächsten Tag habe ich mich mit meinen Kurven beschäftigt, welche ich verbessern musste um auf den richtigen Berg zu gehen. Bei Mittag fühlte ich mich sehr wohl und als Laurie mich gefragt hat ob sie mich nach oben bringen soll habe ich ja gesagt. Es war ein Erfolg. Dank meines üben habe ich es geschafft den Berg ohne Probleme zu meistern, natürlich war dies der einfachste Weg. Ich war trotzdem so stolz, dass kann ich gar nicht in Worte fassen! Ich habe mich Tag für Tag verbessert. An unserem vorletzten Tag war es dann so weit. Ich habe einige der Mittelschweren Wege gemeistert also wollte ich auf die schwerste Rampe gehen. „The Face“ ist der Name einer der steilsten Abhänge in Red River. Mit einem mulmigen Gefühl und ein paar Wacklern habe ich es geschafft. Ich bin einen schwarzen (das bedeutet schweren) Abhang hinunter gefahren. Alle waren sehr beeindruckt, denn nach dem ersten Tag hätte dies wohl niemand erwartet.

(Dies ist eins meiner Lieblings Bilder, die ich in diesem ganzen Jahr gemacht habe!)

An diesem Tag haben Henry, Camille und ich dann noch eine Schneeballschlacht gehabt, denn es hat gegen 16 Uhr angefangen zu schneien. Wir hatten unendlich viel Spaß.

Eine andere Sache, die ich noch nie in meinem Leben gemacht hatte war im Bikini durch den Schnee zu rennen. Unser Ferien Haus hatte einen Whirlpool und einen normalen Pool. Beide waren draußen und deshalb natürlich beheizt. Um in den Pool zu gelangen musste man aber laufen. Es schneite und alles was wir anhatten war ein Bikini, eine Mütze und Boots. Es war so kalt, das glaubt mir keiner. Im Pool angekommen war es jedoch super angenehm. Es war am schneien und ich saß im Pool. Ein unvergessliches Erlebnis.

Nach vier Tagen auf der Piste mussten wir dann jedoch leider wieder nach Hause. Der Urlaub war einer der besten, den ich je hatte und ich habe das Ski fahren für mich entdeckt. Dies war sicher nicht mein letzter Skiurlaub.

Es tut mir leid, dass dieser Beitrag sehr lang geworden ist, doch ich habe eine Menge erlebt und hoffe ihr hattet Spaß am lesen.

Eure Lissa

 

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